Festival der Sahara

Festival der Sahara



Stolz, purer echter Stolz, den man über viele Meter Entfernung spüren kann, das ist der ganz intensive Eindruck, den ich hier in all dem Rummel und Getöse spüre.

Stolz, den jeder der Darbietenden ausstrahlt, egal, ob gross, ob klein, ob zu Pferd, zu Dromedar oder eben einfach zu Fuss.
in International Festival of the Sahara

Pairof Camel Jockeys in International Festival of the Sahara
Das Sahara-Festival ist in vollem Gange.

Es ist eine traditionelle und folkloristisch anmutende Veranstaltung, die ihren Ritualen folgt, die ihren festen Ablauf an Höhepunkten und Unterrubriken hat. Dromedare und Pferde laufen gegeneinader, Dromedar-Bullen kämpfen, Slughi-Windhunde sausen Hasen nach, alles auch beobachtet von lokaler und überregionaler Polit-Prominenz, Übetragung im Fernsehen inklusive.

Tunisian Marriage Camels in International Festival of the Sahara

Kid Standson Horse in International Festival of the Sahara
Musikanten und Akrobaten ziehen vorbei, Reiter galoppieren und keinen von ihnen hält es dabei im Sattel, sie springen links und rechts vom und aufs Pferd, stehen aufrecht mit den Zügeln in der Hand auf ihren Sätteln, während ihre Vierbeiner Vollgas geben. Alle haben sich in die tollsten und farbenfrohesten Gewänder gehüllt, die ihre Kultur bereithält.

Das alljährliche Sahara-Festival verwandelt den Ort Douz für einen Tag in eine geschäftige internationale Metropole.
Douz liegt wiederum im Süden von Tunesien und am Rand des grossen Ergs und ist somit das Tor zur Sahara mit ihren überwältigenden Weiten.
Nur unweit von Douz befindet sich Offra, die grösste Düne am Beginn der Sahara
Sie ist der Ausgangspunkt märchenhafter Kamelritte. Ein wenig weiter liegt Ghlissia, ein kleines Dorf, immer vom Vordringen des Sandes bedroht. Fünfzehn Kilometer ausserhalb von Douz versammelt Zaafrane die sesshaft gewordenen Adharas, die noch mit ihren Tieren wandern.

Nicht weit von Zaafrane liegt Mimoun, ein reizender kleiner Palmenhain mit einem fischreichen kleinen Teich. Sabria, Sitz einer mit den Ghribs verwandten Gruppe, ist eine von Dünen umgebene Oase. El Faouar beheimatet die Ghribs, die Kamel- und Schafzucht betreiben.

Die Oase wird durch das Wasser eines artesischen Brunnens bewässert. Im Norden liegen die Salzseen Wer von Norden her hierher nach Douz fährt, muss die Chotts passieren. Chotts, das sind ausgetrocknete Salzseen. Es gibt drei davon, wobei der El Djerid hier bei Douz der grösste ist. Seine Durchschnittshöhe liegt bei 16 Meter über dem Meeresspiegel. Die grössten Ausmasse sind 70 mal 117 Kilometer.

Diese Salzseen haben die Menschen seit jeher fasziniert. Und als Ferdinand de Lesseps im Jahr 1869 den Durchbruch des Suezkanals vollendete, blühte die Fantasie richtig auf.

Kidson Camels in International Festival of the Sahara

Horsemen in International Festival of the Sahara

Camel Jockey in International Festival of the Sahara
Viele träumten vom Projekt eines Binnenmeeres, das durch das Graben eines Kanals die ganze Region der Chotts mit dem Golf von Gabes verbinden solle.

Diese Idee hat sogar Jules Verne zu seinem Roman “Die Innere See” inspiriert. Aber die Idee war unrealistisch, da nur el Gharsa unter dem Meeresspiegel liegt.

Früher musste man schon ein Abenteurer sein, um eine Chott-Überquerung zu wagen. Heute erfolgt die Überquerung durch eine sehr sichere, gut ausgebaute Strasse. Dennoch ist der Zauber genauso stark geblieben. Und mit etwas Glück bekommt man sogar eine Fata Morgana zu sehen.

Douz und seine umliegende Region, die mit 90.000 Quadratkilometern mehr als die Hälfte des gesamten Landes ausmacht, wird touristisch als “Der grosse Süden” vor allem für Selbstfahrer und Busreisende mehr und mehr attraktiv gemacht. Obwohl die Trockenheit das ganze Land betrifft, ist hier eine sehr abwechslungsreiche Landschaft entstanden. Diese Fülle prägt auch das Bild des Südens und spiegelt sich in den Landschaften, Agrarsystemen, Wohnungstypen, Aktivitäten der Bevölkerung, Sitten und Gebräuchen wider.

Die Landschaft verändert sich von Nord nach Süd und von Ost nach West. Allein diese Vielfalt ist bereits ein wichtiger Pluspunkt für den Tourismus. Im 7. Jahrtausend vor Christus gab es hier statt der heutigen Wüstengegenden eine weite Savanne mit afrikanischen Tieren. Hier erbaute die Bevölkerung die Stadt Gafsa, in der Antike Capsa. Der Djerid, das Land der Palmen, ging in die Geschichte ein, weil die Römer hier einen Limes, ein System fixer Posten mit Wachtürmen, Gräben und Mauern bauten. So sollte die Provinz Africa vor den Nomaden geschützt werden.

Das Sahara-Festival wierdum neigt sich der sinkenden Sonne und somit seinem Ende entgegen. Alle Mitwirkenden stellen sich noch einmal in der Mitte des Festplatzes auf – und ihr Stolz, dabei zu sein, hat auch nach Stunden in keinster Weise nachgelassen.

Fazit: Tunesien Reisen in die Wüste Sahara finden am besten im Winter statt, das ist die beste Reisezeit für Urlaub und Selbstfahrer Touren mit den mildesten Temperaturen und dann finden auch die Sahara Festivals statt.

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